10 Gründe, warum es toll ist, ein Geschwisterchen zu haben


Geschwister können laut, nervtötend, nachtragend, ja manchmal sogar tyrannisch sein. Und doch teile ich mit euch hier 10 Gründe, warum es toll ist, ein Geschwisterchen zu haben!

Obwohl ich mich als Kind oft genug darüber beklagt habe, dass ich kein Einzelkind bin, sehe ich das heute, wo ich erwachsen bin, völlig anders! Natürlich waren wir nicht immer die Mustergeschwister aus dem Bilderbuch und haben und mehr gezankt, als ich zählen kann. Aber am Ende des Tages blieben wir Schwestern.

Vorab jedoch Folgendes: Ich weiß, dass die Beziehung zu meiner Schwester leider nicht die Regel ist. Blut ist nicht immer dicker als Wasser und es gibt genügend Geschwister, die sich (zurecht) untereinander gar nicht verstehen. Ich möchte allen Betroffenen mit meinem Beitrag kein schlechtes Gefühl geben, sondern lediglich mit euch teilen, was ich heute, da wir nun beide erwachsen sind, sehr daran schätze, mit einem Geschwisterchen aufgewachsen zu sein.

Hier also 10 Gründe, warum es toll ist, ein Geschwisterchen zu haben:

1. Ihr habt immer einen Verbündeten!

Egal, wie oft wir stritten (hier sind übrigens ein paar Tipps gegen Geschwisterstreit), wenn es um meine Schwester ging, die mal wieder etwas ausgebrütet hatte, hielt ich den Schnabel. Andersherum war es natürlich genauso. Unseren Eltern würden vermutlich die Augen aus ihren Höhlen fallen, wenn sie wüssten, wie viel wir verbockt, und/oder zerstört haben, ohne, dass sie Wind davon bekamen. Auf meine Schwester konnte ich mich immer verlassen.

2. Ihr habt immer jemanden zum Spielen!

Och ne, ein blöder Besuch bei Verwandten? Ach, solange meine Schwester dabei war, hatte ich wenigstens jemanden zum Spielen. Auch dann, wenn von meinen Freunden niemand Zeit hatte oder ich krank im Bett lag. Ein kleiner Klopfer an der Tür meiner Schwester – und schon hatte ich einen Spielpartner!

3. Niemand kennt euch so, wie euer Geschwisterchen!

In meinem Fall ist es so, dass mich meine Schwester so gut kennt, wie sonst keiner. Da wir uns eben dieselben Eltern teilen, mussten wir einander nicht erklären, warum wir uns mal ungerecht behandelt fühlten. Nach nur wenigen Jahren konnten wir im Gesicht des anderen erkennen, wann es uns gut oder schlecht ging. Damals habe ich es längst nicht so wertgeschätzt, wie ich es heute tue.

4. Ihr vertragt euch immer!

Egal, wie viele Freundschaften bei mir in die Brüche gingen, die Verbindung zu meiner Schwester blieb fortbestehen. Denn nach jedem noch so großen Streit, bei dem wir manchmal wochenlang nicht miteinander sprachen, fanden wir trotzdem immer wieder zueinander!

5. Ihr habt Tausend gemeinsame Insider!

Da meine Schwester und ich vor derselben Glotze hockten und einen CD Player teilten, hatten wir einen recht ähnlichen Geschmack. Vor allem, was Humor anging! Noch heute lachen wir Tränen über irgendwelche Insider aus unserer Kindheit, die wir in irgendwelchen Filmen, Serien oder aus vergangenen Situationen aufgeschnappt haben. Nichts finde ich witziger, als unsere dämlichen Insider!

6. Ihr könnt euch die Arbeit im Haushalt teilen!

Meine Mutter hat uns sehr selbstständig erzogen. Schon als Kinder mussten wir immer im Haushalt mit anpacken und helfen. Zum Glück war ich dabei nie allein! Meine Schwester und ich sprachen und kurz ab: Die eine saugte, die andere wischte den Boden. Die eine spülte, die andere trocknete das Geschirr. Geteiltes Leid ist halbes Leid!

7. Ihr habt immer jemanden, der mit euch einen Sleepover machen will.

Obwohl meine Schwester und ich, als ich zehn war, getrennte Zimmer bekamen, veranstalteten wir regelmäßig kleine Übernachtungspartys in einem unserer Zimmer. Ich weiß nicht, warum wir beide unbedingt in einem Zimmer schlafen wollten – vielleicht einfach aus Gewohnheit. Dennoch war es toll, jemanden abrufbereit zu haben, wann immer ich einen Übernachtunsgabend mit Popcorn und Filmen machen wollte.

8. Ihr habt jemanden, der euch das Teilen lehrt.

Ja, ich weiß, es ist ein Klischee, das Einzelkinder nicht teilen können. Aber auch wenn ich schon etliche Einzelkinder getroffen habe, die das Klischee bestätigen, habe ich noch kein Geschwisterchen kennengelernt, dass nicht automatisch teilt. Das Teilen war zwar schon immer ein Bestandteil unserer Kultur, doch es hat sich automatisiert, dass ich alles mit meiner Schwester geteilt habe – wenn auch manchmal gegen meinen Willen (zum Beispiel, wenn sie ungefragt meine Klamotten stibitzte!).

9. Geschwister sind unserer Vorbilder!

Meine Schwester hat mir oft gesagt, dass ich eine Art Vorbild für sie war. Was sie nicht weiß, und was mir lange Zeit selbst nicht bewusst war, ist die Tatsache, dass auch sie ein Vorbild für mich war. Wir sind zwar Schwestern, aber vom Wesen komplett verschieden. Sie hat es immer bewundert, dass ich ruhig und strukturiert war, ich hingegen wollte ihre Schlagfertigkeit und ihr Temperament haben! Manchmal waren wir auch neidisch aufeinander, aber in erster Linie waren wir uns Vorbilder.

10. Geschwister sind da, wenn wir sie brauchen!

Selbst heute, wo wir nicht mehr unter einem Dach leben, ist meine Schwester meine Schwester. Sie kennt und versteht mich nach wie vor. Sie lacht und weint mit mir und zögert nicht, Distanzen zu überqueren, wenn ich sie brauche. Und andersherum genauso. Es gibt etliche Gründe, warum ich mir oft genug gewünscht habe, keine Schwester zu haben, aber es gibt viel mehr Gründe, warum ich meine Schwester niemals eintauschen möchte!

Das waren meine 10 Gründe, warum es toll ist, ein Geschwisterchen zu haben!

Habt ihr Geschwister? Könnt ihr meine Liste erweitern?

Falls euch das Thema interessiert, könnt ihr hier zu einem ähnlichen Beitrag zum Thema Geschwister reinschauen!

Warum Geschwister einen selbst zu einer besseren Person machen

Liebe Grüße
Mounia

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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