Ein Vater ist kein Babysitter oder „Hilfe“, sondern ein Elternteil! Und alle Elternteile haben Lob verdient


Ihr Lieben, der erste Gedanke hier ist nicht von mir, ich habe ihn schon mehrfach in Blogs und Tweets gesehen. Daher muss ich mir jetzt nicht „Luft machen“ oder ähnliches… Ich möchte darauf aufmerksam machen und einen eigentlich noch wichtigeren Gedanken (meiner Meinung nach) dazu addieren.

Also: Part 1 – Ein Vater ist kein Babysitter oder „Hilfe“, sondern ein Elternteil!

„Wisst ihr, was schön wäre? Es wäre schön, in einer Welt zu leben, in der Männer nicht auf ein Podest gestellt werden, weil sie dabei helfen, sich um die Kinder zu kümmern. Es wäre schön, in einer Welt zu leben, in der sich Männer um ihre Kinder kümmern und das nicht als besonders außergewöhnlich gesehen wird.“ – schreibt Autorin Rachel Toalson bei Motherly.

Und der Blogger Jeremy Martin Weber aus Oregon (USA), Vater von sechs Töchtern im Alter von fünf bis 18 Jahren, der mit seiner Frau Jessica den Elternblog Beyond Moi” schreibt, musste auch einmal mit einem Facebook-Post klarmachen: „Ich bin kein Babysitter. Ich bin Vater“, als er mal über die Maßen bemitleidet wurde. Alle ihn fragten ihn, wer das ganze Kochen und Anziehen und Zuhören machen wird… „Ich. Ich werde das machen.“ schrieb er. „Mich um meine Töchter zu kümmern und sie zu erziehen ist meine Verantwortung. Ich liebe diese Verantwortung – mit all ihren Schwierigkeiten.“

Als Sigmar Gabriel 2016 gerade mal drei Monate als SPD Vorsitzende Babypause nahm, entbrannte schon die Diskussion, ob er das nicht als „Orden vor sich hintrage“. Einerseits argumentierten viele, dass „man“ (!) endlich mal mit gutem Beispiel auch in der Politik voran gehen solle – andere fanden den Lob und die Anerkennung übertrieben…

Hm. Das alles bringt mich zum zweiten Teil meiner Überlegungen:

Part 2: Alle Elternteile haben Lob verdient!

Alle Menschen, die Kinder großziehen haben brauchen mehr Anerkennung!

Wir wissen alle, Kinder sind wunderbare Wesen und wir lieben sie heiß und innig. Aber sie zu versorgen, sie großzuziehen, ihnen beim Lernen zu helfen… all das… ist sehr anstrengend. Lohnend, aber ermüdend. Kinder kosten Energie und Nerven!

(hat übrigens auch eine Oma ganz wunderschön in einem Gastbeitrag auf den Punkt gebracht)

Warum sagen wir jetzt, Väter sollen nicht so ein Bohai um das bisschen Kinderkümmern erfahren? Ist doch toll, was sie tun. Aber das, was die Mütter machen, ist auch toll! Und alles verdient doch Respekt, alles ist besonders – weil jeder von diesen kleinen Menschen besonders ist…

Wäre es nicht einfach schöner, wenn wir ALLEN  Eltern und Pädagogen mehr Lob und Anerkennung zukommen lassen? Wenn diese Menschen als das angesehen werden, was sie sind: Diejenigen die sich um die Zukunft unserer Gesellschaft kümmern?

Was meint ihr, wäre das nicht ein guter Plan?

Liebe Grüße,

Béa

Titelbild: Photo by Caroline Hernandez on Unsplash

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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