Für den perfekten Aufsatz braucht es nur Übung und eine Portion Mut: Lernen mit Leichtigkeit zu schreiben


Wenn es um Aufsätze in der Schule geht, dreht sich bei vielen der Magen um. Die meisten grauen sich vorm freien Schreiben. Was ich total schade finde, weil ich fest daran glaube, dass es man es lernen kann, mit Leichtigkeit zu schreiben. Denn für den perfekten Aufsatz braucht es nur Übung und eine Portion Mut!

Schreiben kann man nicht lernen? Doch!

Es gibt wenig, das mir so leicht fällt wie das Schreiben. Manchmal fließen die Worte einfach so aus mir heraus, ohne groß über sie nachzudenken. Warum das so ist, mache ich anhand von zwei Aspekten aus: Erstens Übung, zweitens Mut. Klingt banal und ist es auch – und doch, kann man mit ihnen schreiben lernen!


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Für den perfekten Aufsatz: Übung beim Schreiben

Der Spruch „Übung macht den Meister“ ist zwar etwas ausgelutscht, aber meiner Meinung nach total wahr. Nur wenn wir etwas üben, können wir besser werden. Das ist mit allem so, mit dem Erlernen einer Sprache, eines Musikinstruments oder auch dem Schreiben. Wer viel schreibt und übt, wird irgendwann besser.

Dabei muss es keine Rolle spielen, was man schreibt. Bei mir hat es mit dem Tagebuchschreiben begonnen, das ich eine Zeit lang so regelmäßig geführt habe, dass es sogar meine Schulleistungen im Deutschunterricht gefördert hat.

Schreiben, als ob niemand zusieht

In der Regel trauen wir uns eher an etwas heran, wenn wir wissen, dass niemand zusieht und uns bewertet. Genauso war es bei mir mit dem Tagebuchschreiben. Ich habe alles festgehalten, was ich wollte – von Liebeskummer bis hin zu üblichen Familiendramen und sonstigen tiefen Gedanken. Ich nenne das „ehrliches Schreiben“ – ohne Angst oder Verurteilung. Beim Tagebuchschreiben geht es nur um uns und darum, unsere Gedanken zu Papier zu bringen.

Und das kann euch tatsächlich bei Aufsätzen helfen!

Für den perfekten Aufsatz: Mut beim Schreiben

Das zweite Skill beim Schreiben ist nichts anderes als der Mut selbst. Mut beim Schreiben eines Aufsatzes?! Ja!

Dazu eine kleine Anekdote. Ich nenne die Geschichte:

Der perfekte Aufsatz

In der zwölften Klasse bekam ich einen sehr strengen Deutschlehrer. Er war so dermaßen kritisch, dass gefühlt alles, was wir sagten, falsch war. Am Anfang zumindest.

Als ich meinen ersten Aufsatz schrieb, hatte ich keine großen Hoffnungen an eine gute Note. Zuerst versuchte ich so zu schreiben, wie ich dachte, dass es ihm gefallen würde. Doch dann schmiss ich meinen Entwurf in den Müll und entschied, etwas Neues zu wagen.

Wenn er mich schon schlecht bewerten würde, konnte ich wenigstens erhobenen Hauptes untergehen, dachte ich. Und so schrieb ich den Aufsatz nach meiner Nase. Ich traute mich, eine Menge in den Text  hineinzuinterpretieren (sogar in die Farbe der Gardinen!), und sezierte den Text bis in alle Grundsteine.


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Als ich den Text abgab, war ich zufrieden, erwartete aber keine sonderlich gute Bewertung. Umso überraschter war ich, als mein Lehrer mich zur Seite zog und sagte, dass ich und ein anderer Schüler die beiden besten Texte geschrieben hatten. Denn das war, was er suchte: den Mut, sich etwas zu trauen. Denn dabei, so sagte er, könne man gar nicht falsch liegen. Interpretation kann nicht falsch sein, solange ich sie belegte.

Und von diesem Tag an war Deutsch mein Lieblingsfach und er mein neuer Lieblingslehrer.

Was uns vom Schreiben hemmt, ist Angst und Unsicherheit

Deshalb schreiben viele auch so ungerne Aufsätze, weil sie es unbedingt richtig machen wollen, aber auch Angst vor einer schlechten Bewertung haben. Diese Angst bremst uns allerdings denn nur, denn dann verbeißen wir uns zu sehr auf die Leistung, die wir erbringen müssen, und vergessen dabei den ganzen Spaß.

Ja, Spaß! Es kann Spaß machen, zu schrieben – sogar einen Aufsatz!

Für den perfekten Aufsatz braucht es nur Übung und eine Portion Mut!

Wenn wir mutig sind, und uns trauen, unsere wirklichen Gedanken und Ideen niederzuschreiben, kommt die gute Note so oder so. Lehrer:innen merken es nämlich, wenn ein Text mit Herzblut geschrieben wurde. Dafür braucht es aber wie gesagt auch etwas Übung, wie ich es am Anfang geschrieben habe, und meinen Tipp mit dem Tagebuchschrieben, welches uns lehrt, so zu schreiben, als ob niemand zusieht, kennt ihr ja!

Und der Rest funktioniert dann von alleine…

Ich hoffe sehr, dass diese Tipps euren Kids helfen können, die sich besonders schwer mit Aufsätzen tun. Wichtig ist, nicht alles zu „zerdenken“, sondern einfach aus der Hand zu schreiben.

Wie steht ihr zu den beliebten Aufsätzen? Haben sie euch früher genauso viel Freude gemacht wie mir? Habt ihr weitere Tipps, um die Lust zum Schreiben etwas anzukurbeln?

Zum Abschluss möchte ich euch gerne diesen Beitrag ans Herz legen, bei dem ich die harte Arbeit von Lehrenden hervorhebe und wertschätze.

Und kleine Randnotitz: Nachdem ich ihn geschrieben habe, habe ich mich bei meinem Lieblingslehrer gemeldet und mich bei ihm für alles bedankt ! Er konnte sich noch an mich erinnern und hat sich sehr gefreut! <3

Die psychische Überbelastung von Lehrern – 5 Beispiele und Reflexion einer jungen Studentin

Liebe Grüße
Mounia

P.S. von Béa: Dass das Schreiben auch viel mit der Handschrift und Feinmotorik zu tun hat, werde ich euch in einem Extra Video erzählen… 

Mounia
About me

Ich - 25 Jahre alt, Studentin, Kinderanimateurin, begeisterte Hobbyköchin und abenteuerlustig! Meine absolute Leidenschaft ist das Schreiben und Festhalten von Momenten.

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