Trotz allem: Schönheit. Lasst sie uns sehen!


Soziale Medien sind derzeit voll mit Frust, Anklagen, Fingerzeige und Empörung. Und Müdigkeit. Gerade von Elternseite. Pandemüde sind alle – und es ist völlig okay, das auch auszusprechen. Rauszulassen. Zu ventilieren.

Alle Gefühle sind OK, das versuchen wir auch unseren Kindern zu vermitteln. Auch die negativen. Dahinter stecken wunderbare Bedürfnisse: Nach Sicherheit, nach Liebe, nach Unversehrtheit, nach Gesundheit. Wer gerade mit allem überfordert und „mütend“ ist (Mix aus müde und wütend) braucht keine aufgedrückte Positivität und Durchhalteparolen. Nein!


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Und dann dringt eine Stimme, ein Sonnenstrahl durch wie dieser Tweet, der nach der Schönheit der Welt fragt:

Sarah, so heißt sie, bekommt ganz viele Antworten und schreibt in ihrem Blog über:

Schönheit

„In den letzten Monaten haben viele von uns den Blick für die Schönheit verloren. Momentan ist so vieles nicht mehr, wie wir es gewohnt sind und trotzdem. Trotzdem ist Schönheit da.“, meint Sarah, Sie schreibt über das Meer und den Strand, und Pommes mit Mayo essen. Sie schreibt über Tiere und Wald, Kuscheln mit Kindern und so vieles mehr…

Und ermuntert uns:

„Lasst uns versuchen, mehr Schönheit zu sehen. … Und vielleicht müssen wir lernen, dass es trotzdem geht, auch wenn uns dieser neue Blickwinkel noch unbequem erscheint. Lasst uns versuchen uns gegenseitig daran zu erinnern. Schickt Fotos oder Videos, auch wenn es peinlich ist. Erzählt Witze, über die nur ihr lachen könnt, einfach nur, um zu lachen. Bittet eure Liebsten um Gespräche, auch wenn die Themen immer wieder die gleichen sind. Oft ist es dunkel in unseren Köpfen und schwer in unseren Herzen. Die Schönheit bleibt. Sie ist für uns da. Lasst sie uns genießen.“

Und von ihr inspiriert und allen, die ihr geantwortet haben, möchte ich auch einiges nennen, was für mich Schönheit bedeutet. Mit Worten und Bilder. Mit Fantasie und Erinnerung. Mit Sehnsucht und Fernweh.

Und hier ist auch Schönheit:

Blauer Himmel. Fluffy Wolken. Lauter Wesen in den Wolken.

Eine App um sie zu zeichnen. Wolken, die vorbeiziehen. nachmittagssonne. Sonnenuntergang über dem Meer.

Morgenkaffe. Mittagskaffee. Kaffeduft in der Luft.

Kaffeebohnen zwischen den Fingern. Kakaobohnen probieren. Heiße Schokolade. Schokolade. Versteckte Schockoeier eine Woche später finden und sofort auspacken und essen. Ein Cappucino mit viel Schaum. Und Kaffee mit einer guten Freundin, die ein Ohr für mich hat.

Bougainvilles an einer Hauswand.

Ein Frühlingskranz. Eine Blüte, die durch einen Zaun ragt. Tulpenfelder in Holland. Lavendelfelder in der Provence. Kekse mit Lavendelaroma. Omas Schrank. Marmelade.


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Schnittlauchbrote. Radieschenbrote mit Allioli.

Bayrische Brotzeit. Ein frisches Bier nach dem Sport. Kaltes Wasser nach dem Sport. Pancakes mitten in der Nacht und dabei lachen und Schokofinger ablecken. Picknick mit Kindern auf einer großen Decke mitten auf einer grünen Wiese. Frische Brötchen. Der Duft von frischen Brötchen. Tarte aus pommes.

Kleine Geschenke an ungewöhnlichen Orten finden (Danke Larissa!!!).

Geschenkideen sammeln. Aquarellpapier und Stifte. Der Geruch von Pastellkreiden. Bücher aufschlagen und rein riechen. Knisterndes Seidenpapier. Ein Schachtel mit lustigen Sachen. Krimkrams auf dem Flohmarkt. Eine Kiste voller Knöpfe.

Schlösser an Brücken.

Graffitti-Herzen an der Wand. Stadtapziergang im Frühling. Spielplatz. Parks mit Wiesen und alten Bäumen. Alte Straßen in mittelalterlichen Stadtzentren. Eine Bootsfahrt.

Weisser Sandstrand, in dem man sachte versinkt.

Nackte Füße im warmen Sand. Der Geruch von Meer in der Ferne. Möwengeschrei in der Luft. Wellenrauschen. Klackernde Kieselsteine in den Wellen. Ein buntes Handtuch wenn man aus dem Meer kommt. Kekse essen am Strand.

Schöne Stoffe.

Ein frisch bezogenes Bett. Baumwolle auf der Haut. Seidentücher. Frische Bademäntel. Saunaaufguss mit Verbena. Barfuß über Bodendielen.

Vielleicht erwecke ich damit auch ein Sonnenstrahl, was Warmes, Gutes in Euch! Hinterlasst ein Kommentar über ein weiteres Stück Schönheit, das ihr gerade wahrnehmt….

Eure Béa

und Danke, Sarah!

P.S. Muss nur ich an „Favorite Things“ aus „The Sound of Music“ denken?

 

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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2 Kommentare

Dr. Gottfried Thomas
Antworten 8. April 2021

Vielen Dank, liebe Bea - es tut gut, daran immer mal wieder erinnert zu werden... - auch wenn vieles davon aktuell eben nur Träumereien sein können, aber auch die helfen ja oft... - und ich freu mich gerade über das Entenpärchen auf meinem kleinen Teich...

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