Veganuary – Vielleicht auch mal aus Neugier?


Vielleicht lest ihr gerade öfter über den Veganuary: Einen Monat „vegan leben“, / die vegane Ernährung ausprobieren. Das wird ja oft gleichgesetzt.

Ich möchte heute mal eine andere Möglichkeit aufzeigen: vegan aus Neugier.

Ganz kurz: Ich selbst lebe seit einigen Jahren vegan und das aus meinen Werten heraus: für die Tiere, für meine Gesundheit, für den Klimaschutz, für Menschenrechte / Ernährungsgerechtigkeit. 
Anfänglich habe ich noch versucht, alle anderen Menschen zu überzeugen. Und war wahrscheinlich oft genug für andere dann genau der Grund, warum sie es nicht mit der veganen Ernährung, / „vegan leben“ ausprobieren wollten. 😉
Nun lebe ich es einfach und damit vor. Wenn Menschen davon inspiriert werden, freut mich das.


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Damit es hier nicht zu Missverständnissen kommt: Wie ich es im Artikel schreibe und auch in anderen Artikeln zu veganer Ernährung: Ich nutze vegane Ersatzprodukte lediglich ab und an. Alle paar Monate habe ich auch mal Bock auf eine Bratwurst. Oder einen Burger mit veganem Käse oder oder.
Ansonsten koche ich frisch. Dabei achte ich viel mehr auf eine gesunde Ernährung als vor meinen veganen Zeiten. Ausgewogen, alle notwendigen Nährstoffe. Und ausgewogen bedeutet für mich auch: Ab und an darf es mal ein wenig Mayo zu den Pommes sein.

Ich schreibe ausdrücklich nicht: Ernährt euch jetzt alle bitte von veganen Ersatzprodukten. Das ist ganz sicher nicht gesund. Heute geht es mir um den Aspekt:  Neugier. Und vielleicht finden manche über diese Neugier den Weg zur gesunden, ausgewogenen veganen Ernährung. 🙂

Warum nicht mal ausprobieren? Aus Neugier heraus: Wie ist das? Wie schmecken die Sachen? Wie fühlt sich das für mich an? Was verändert sich dabei in mir und für mich? Was gibt es alles zu entdecken?
Vielleicht auch kombiniert mit ethischen Werten oder für die eigene Gesundheit? Geht doch alles zusammen!

Diejenigen, die die vegane Ernährung vielleicht vor allem aus gesundheitlichen Gründen und aus Neugier ausprobieren wollen, lesen jetzt vielleicht beim ersten Punkt kurz weg. 😀

Es gibt so viele vegane Produkte auf dem Markt. Und ich schreibe jetzt nicht über das, was uns Mutter Erde sowieso an gesunden Dingen bereitstellt. Ich habe das Gefühl, es kommen fast wöchentlich immer mehr Produkte dazu. Heute war ich bei mir im Supermarkt (Rewe) und habe mal Fotos von einigen Regalen gemacht, wo vegane Produkte gesammelt stehen. Die Auswahl ist so groß! Warum also nicht mal was aus Neugier ausprobieren? Vielleicht schmeckt es ja.

Wie einige von euch vielleicht wissen, bin ich mit Béa schon seit langer Zeit befreundet. Und Béa hat mir heute geschrieben, dass sie vegane Dinge ausprobiert und dann beibehalten hat. Sie hat entdeckt, dass sie ihr viel besser als die „Originale“ (O-Ton) schmecken. 🙂 Beispiele: Hafermilch, Burger, die Buletten aus der Vetzgerei nahe Helmholzplatz und Perfeggt (sie mag sonst keine Eier).

Die Vetzgerei ist übrigens auch für mich Anlaufpunkt, wenn mal Appetit auf vegane Aufschnitte, Aufstriche und Salate habe. Vor einigen Jahren habe ich mir da auch einen Seitan Weihnachtsbraten gegönnt. Sehr lecker!

Ich möchte mich eigentlich regional, saisonal und gesund ernähren, achte auf die Nährwerte und koche frisch.

Seit Oktober allerdings war in meinem Leben viel los, was kraftraubend war und ich habe doch öfter auf fertige vegane Sachen oder Ersatzprodukte zurückgegriffen. Das möchte ich im neuen Jahr auch wieder ändern.

Meine Veganuary Challenge ist also: Wieder achtsamer mit meiner Ernährung sein.

Experimentieren mit neuen Rezepten! Wäre auch eine Möglichkeit im Veganuary Neues zu entdecken. Entweder die eigenen Lieblingsrezepte abwandeln oder neue ausprobieren.

Ich habe, seit ich vegan lebe, sehr viel Neues für mich entdeckt und kaum eines meiner alten Rezepte abgewandelt. Bei einigen bin ich auch gescheitert, weil mir das Original besser schmeckt. Nun gut, ich vermisse manches (den Käsekuchen meiner Mutter) UND ich habe neue leckere Dinge gefunden.
Bei so manchem Gemüse zum Beispiel, auf das ich vorher überhaupt nicht so scharf war: Wie Aubergine und Kürbis – Habe ich viele tolle Rezepte entdeckt, andere Zubereitungsarten und die stehen jetzt öfter auf dem Speiseplan.


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„Funfact“: Ich habe noch nie Ei-Ersatz benutzt. Brauche und möchte ich auch nicht. Es gibt tolle Alternativen!

Apropos Rezepte: Hier ist für mich gerade TikTok führend. Da tummeln sich Menschen aus aller Welt, die ihre veganen Lieblingsrezepte präsentieren. Meistens auch gleich noch mit Zubereitung. Wie oft läuft mir bei den Videos das Wasser im Mund zusammen. Ich habe da schon sehr viel ausprobiert und sicher mehr als 100 gespeichert. Vieles davon koche ich gerne und immer wieder nach.

Besonders Maya Leinenbach aka @fitgreenmind hat es mir derzeit mit ihren Kochkünsten angetan. Ihr könnt sie auch auf Instagram finden. 🙂

Über die vegane Ernährung kursieren viele Vorurteile. Vielleicht möchte der/die eine oder andere diese mal überprüfen bzw. die andere Seite hören? Aus Neugier und offen für die andere Seite? Wer mich regelmäßig liest, weiß, dass ich Daniel und Katrin von beVegt schon ein wenig ins Herz geschlossen habe. Die beiden haben auch einen spannenden Podcast. Unter anderem könnt ihr ihr ein veganes Bullsh*t Bingo finden. Das Ganze in drei Teilen.

Im ersten Teil widmen sie sich folgenden Aussagen:

    • Vegan ist unnatürlich!
    • Vegan ist viel zu extrem!
    • Wir sollten uns erstmal um andere Probleme kümmern!
    • Anderswo würden sich Menschen freuen, wenn sie Fleisch essen könnten!
    • In der Natur herrscht nunmal das Recht des Stärkeren!
    • Wenn man schon vegan leben will, warum muss man dann Fleischersatzprodukte essen?
    • Pflanzen haben auch Gefühle!

Ich empfehle den Podcast sehr, weil er auch mit Augenzwinkern gemacht wurde. Weil die beiden neben Fakten auch wirklich menschlich mit dem Thema umgehen. Ohne mit dem Finger zu zeigen oder von oben herab. Auch für mich als Veganerin gab es noch den einen oder anderen a-ha Effekt. Ich lerne ja auch immer mehr dazu.

Wie wäre es: Mal unterwegs einen Snack oder ein Essen im Restaurant gegen was Veganes austauschen? Gespannt sein, wie das schmeckt? Béa und ich haben über die Jahre viele vegane Restaurants in Berlin getestet. Und wir planen eigentlich auch schon eine Weile, sie euch mal vorzustellen. Selbst bei den Fast-Food-Ketten, die ich jetzt nicht ausdrücklich benenne, gibt es mittlerweile vegane Alternativen.

So das war es zur veganen Ernährung. Das ist ja nur ein Teil. Auch Kosmetikprodukte und Haushaltsprodukte sind bei mir alle vegan. Wer, wie ich, gerne bei DM einkauft, wird da auch in Hülle und Fülle fündig. Mal etwas Neues ausprobieren? Vielleicht gefällt es euch ja oder ist sogar noch besser als das, was ihr schon nutzt.

Die vegane Lebensweise hat natürlich noch viel mehr Facetten! Ich beleuchte heute nicht alle.

Experimentieren aus Neugier und Freude, eine spannende Challenge für sich selbst draus machen oder mit anderen, ohne Druck und ohne Verpflichtungen: Das kann der Veganuary auch sein!

Gepaart dann vielleicht noch mit: Ich möchte mehr auf meine Ernährung achten, mehr für die Umwelt und die Tiere tun – vielleicht wird aus dem neugierigen Ansatz dann auch etwas Dauerhaftes. Falls nicht, übernehmt ihr vielleicht das eine oder andere für euch.

Ich stehe nach wie vor für Fragen zur veganen Lebensweise gerne zur Verfügung. Anfänglich war ich auch froh, dass ich Menschen an meiner Seite hatte, die mir alle meine Fragen beantwortet haben.

Meine Frage an euch: Habt ihr ein veganes Produkt (vielleicht sogar versehentlich gegriffen), was euch dann doch besser gefallen hat als das, was ihr sonst kennt?

mindfulsun

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About me

Mensch, Mama zweier Jungs, die versucht ihre Werte zu leben und die innere Balance zu halten. Ich schreibe über Achtsamkeit, vegane Ernährung, Nachhaltigkeit und verbindende Kommunikation von Herzen. Was ich mir wünsche? Einander mit mehr Mitgefühl und Empathie zu begegnen, überall auf der Welt.

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