Das Öko-Abenteuer einer ganz modernen Familie


Unsere Leserin Frenzy Pfeifer hat sich eine große Aufgabe vorgenommen: Ein nachhaltiges, ökologisch korrektes Leben. Hier berichtet sie, was sie dazu bewogen hat und wie das geht… 

Bisher war unser Leben ganz normal. Wir, das sind Papa Uwe, Mama Frenzy, die Kinder Aaron und Johanna und dazu ein dicker Kater namens Bob. Zwischen Arbeit, Ausbildung und Kindergarten spielt sich das Familienleben in geregeltem Chaos in einer kleinen Stadt im Gebirgsvorland ab und wenn schönes Wetter ist fahren wir alle in unseren kleinen Schrebergarten.

Und da beginnt auch das Unnormale, was eigentlich ganz normal sein sollte: die Rückkehr zur Natur.

In so einem Garten kann man zwischen all der Idylle so ganz schön ins Grübeln kommen. Das beginnt schon beim Kampf gegen die Schnecken. Ist das blaue Mittelchen wirklich so unschädlich? Gibt`s da Alternativen die wirklich helfen, umweltschonend und vor allem nicht so teuer sind? Hm…
Inzwischen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die altbewährten Hütchen genauso gut funktionieren wie die Chemiekeule und dass wir im nächsten Jahr in einen Schneckenzaun investieren werden.

Nun mag das ja alles ganz banal klingen, aber in mir, also in Mama Frenzy, begann sich ein kleines Samenkorn zu regen. Ich wurde den Gedanken nicht los, dass sich in unserem Leben noch so einiges mehr der Natur zuwenden müsste. Erst recht jetzt, wo Aarons Neurodermitis immer deutlicher zu dem Zeitpunkt wurde.

Öko: Doch wo fängt man da an? Und wo hört man auf?

Wir wollen schließlich nicht zurück in die Steinzeit und uns allem Modernen entsagen. Also sind wir nun dabei Schritt für Schritt unseren Alltag unter die Lupe zu nehmen und abzuwägen, wo wir etwas verändern können (und wollen).

Zunächst erschien das noch recht einfach. Wurst und Käse waren schnell in Glasbehälter gepackt, Bio- und Hofläden im Vorbeiflug gesichtet, Plastiktüten gegen Stoffbeutel ersetzt (wenn wir nicht vergessen sie zum Einkauf mitzunehmen…) und Wasser in Plastikflaschen haben wir sowieso noch nie in den zweiten Stock geschleppt. Wozu gibt es schließlich gutes Trinkwasser aus der Leitung?

Mein „Öko-Trip“ macht auch vor der Kosmetik nicht halt. Cremes ohne Parfüm, Make Up auf Mineralbasis und überhaupt alles natürlich. An diesem Punkt wurde klar, dass das alles nicht so einfach ist wie gedacht.


Pflanzenkosmetik ist eben noch lang keine Naturkosmetik, auch wenn so ein grünes Image das suggerieren will (ich bin übrigens voll drauf reingefallen). Von nun an läuft alles etwas langsamer und mit mehr Bedacht.

Bevor ein neues Produkt gekauft wird, wird erst mal recherchiert.

Zum Beispiel auf www.codecheck.info. Und wer glaubt, Naturprodukte gäbe es nicht so viele, der irrt gewaltig. Egal ob es sich um Lebensmittel, Kleidung, Reinigungsmittel oder Kosmetik handelt, das Angebot ist beeindruckend breit. Für Neueinsteiger sogar erschreckend groß und verwinkelt, manchmal unseriös und häufig teuer. Ein gutes Produkt zu finden, das zu einem passt, erfordert Zeit und Muße.

Inzwischen konnten wir dann aber doch schon so einiges erreichen. Wir haben so manch „schlechtes“ Lebensmittel gegen gesündere Varianten ersetzt, zum Beispiel überzuckerte Joghurtzubereitungen gegen Naturjoghurt mit selbst gemachter Konfitüre…

Unsere Haut freut sich über echte Naturkosmetik mit Siegel (zum Beispiel BDIH, NaTrue, Ecocert oder Demeter) die zumeist auch noch vegan ist und wir haben den Essig als Universalreinigungsmittel neu entdeckt.

Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber man kann eben nicht alles auf einmal schaffen. Außerdem wollen wir ja unsere Lebensqualität dauerhaft verbessern und nicht nach ein paar Monaten „Power-Öko-ing“ wieder völlig entnervt in alte Muster zurückfallen. Wie heißt es so schön: „Die Natur macht keine Sprünge. – Carl von Linné“

Ein Hinweis zum Bild mit dem Essig: Haarseife und Rinse (also eine Spülung aus kaltem Wasser und Apfelessig) sind eher nichts für kleine Kinder, denn die Seife brennt in den Augen und das Ganze dauert doch etwas länger als das Waschen mit Babyshampoo. Für alle anderen ist es aber ganz toll, denn die Haare werden wunderbar weich. Die gezeigte Seife ist von www.zhenobya.de , es gibt natürlich noch unzählige andere Anbieter.

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Vielen Dank, liebe Frenzy, für diesen Beitrag, der hoffentlich auch andere inspiriert!

Gibt es auch etwas, was euch am Herzen liegt und worüber ihr einen Blogbeitrag schreiben möchtet?Meldet euch in den Kommentaren, wir freuen uns!

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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1 Kommentare

Frenzy Reinholz
Antworten 10. Juni 2016

Puh, ist das schon lange her :)
Falls das heute noch jemand liest: Die Neurodermitis haben wir mit reiner, naturbelassener Sheabutter (achtung, die riecht etwas eigen) in den Griff bekommen. Wir haben sie nach jedem Baden aufgetragen. Inzwischen nur noch unregelmäßig, denn die Haut sieht sehr gut aus.
LG

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