Ich liebe mein Kind – aber ich mag es nicht! Was hilft? Frage aus der Community


Ihr Lieben, wir haben auch heute eine emotionale Frage aus der Community – und vielleicht gibt es ansatzweise dazu einige Erfahrungen. Bitte bleibt respektvoll – die Mama ist ziemlich fix und fertig.

„Liebes Tollabea-Team, liebe Community,

ich bin eine stille Mitleserin hier, und die Erfahrungen der anderen Eltern bei Fragen haben auch mir oft geholfen.

Ich stehe schon seit langer Zeit vor einem Problem und mir täte es gut zu wissen, ob andere durch diese Situation und Gefühle schon mal durch sind.

Ich bin eine recht junge Mama, 28 Jahre alt und schon zwei Mädchen, 7 und 2. Mein Freund und ich sind ein.. naja.. normales Paar. Wir teilen uns alles recht gleichberechtigt, er ist selbständig, ich arbeite halbtags. Wir lieben und wir zoffen uns, auch vor den Kindern, aber nie schlimm. Wir liefern und schon Wortgefechte, sind aber nie verletzend, und wir vertragen uns recht schnell. Mit den Kindern gehen wir beide super liebevoll um, wir haben sie nie geschlagen, und geschrien haben wir beiden höchstens mal laut STOPP wenn es echt gefährlich wurde.

Wir haben eigentlich ein Konsens zur Harmonie in der Familie.

Ich sage ‚eigentlich‘, weil wir beide erschrocken von unserer ältesten Tochter und völlig ratlos sind.

Schon als Baby war sie wahnsinnig angespannt, um nicht zu sagen ein richtiges Schreibaby. Die Trotzphase war gruselig. Kita-Eingewöhnung sehr schwierig. Kitazeit schwierig. Sie wollte eigentlich nie da sein.

Ich kann mich an sehr wenig Momenten bislang erinnern, an dem ich mir dachte, das Kind fühlt sich richtig wohl.

Sämtliche Kinderärzte haben sie als gesund und normal entwickelt attestiert, sie ist nicht krank, wir haben sie völlig durchchecken lassen – aber sie scheint irgendwie auf Kriegsfuß mit der Welt, mit uns, mit ihrer Schwester. Sie schreit aus dem kleinsten Anlass los, wirft sich auch noch als Erstklässlerin auf dem Boden, flucht (!), schimpft, verlangt, stampft, zerstört Dinge.

Ich versuche sanft zu sein, dann hört sie gar nicht zu, und randaliert weiter. Ich versuche klar und bestimmt zu sein, dann sie schreit noch schlimmer, und macht auch mal gern Dinge kaputt. Ja, sie guckt mich oder ihren Papa grimmig und herausfordernd an und haut ein Gegenstand durch die Gegend, dass es scheppert.

Sie hat in der Schule kaum Freunde, die Lehrerin hat auch keinen guten Zugang zu ihr.

Wir waren schon bei zwei Kinderpsychologen, und haben auch schon zwei Verhaltenstherapien hinter uns, ohne viel Erfolg. Sie konnten keine richtige Diagnose stellen. Es gab Verdacht auf Autismus, hat sich nicht bestätigt. Na gut, einige Tricks haben wir dabei gelernt, die helfen uns beim Allernötigsten, so, dass wir uns überhaupt trauen, gemeinsam ein Fahrzeug zu besteigen – ohne, dass wir Angst haben, dass wir gleich einen Unfall bauen. Laute Musik auf den Ohren beruhigt sie etwas.

Ganz ganz selten mag sie auch mal auf den Arm, wenn sie völlig erschöpft ist, meistens vom Schreien.

Wir sagen oft: „Ich liebe dich!“ und meinen das auch so.

Aber ich muss ehrlich sein: Ich mag mein Kind nicht.

Ja, ich liebe meine Tochter, aber ich merke, wie ich langsam ihre ganze Art ablehne. Meine Nerven sind durch. Manchmal frage ich mich, ob sie nicht instinktiv die Ablehnung spürt… auch wenn ich alles versuche, sie das nicht spüren zu lassen. Ist das eine Teufelskreis?

Ihre kleine Schwester ist ein Goldschatz. Von Anfang an „Anfängerbaby“, unproblematisch, kuschelig, zuckersüß. Das volle Kontrastprogramm. Wenn ich sie in den Armen halte, schwanke ich zwischen Erholung – und schlechtes Gewissen für die Große.

Zum Glück hat die Große Hemmungen, der Kleinen schlimm weh zu tun – aber im Eifer des Gefechts hat die Kleine schon mal den einen oder anderen Bauklotz an den Kopf bekommen. Sicherheitshalber lassen wir die Kinder nie allein.

Sicherheitshalber haben uns aber auch alle unsere Freunde allein gelassen… klar, mit uns als Familie ist es kein Spaß.

Mein Freund hat schon vieles versucht, Ausflüge mit ihr allein, sie mal bei Oma (seiner Mutter) lassen. Schwierig. Sie behandelt alle wie eine launische Herrscherin. Der Oma hat sie auch schon mal einen Schuh direkt ins Gesicht geworfen und sie richtig verletzt.

Ich fühle mich traurig und verletzt – mein Freund ist trotz allem optimistischer. Er meint, ihre Launen würden sich noch auswachsen…

Gibt es jemanden, der dieses Gefühl kennt oder solche Erfahrungen annähernd schon mal gemacht hat? Was hat geholfen?

Ganz viele verzweifelte Grüße,
eine anonyme Mama“

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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14 Kommentare

Charlotte
Antworten 23. Mai 2019

Wow liebe Mama,
Erstmal großes Kompliment an euch, dass ihr das so lange schon als Familie durchsteht! Ich kenne die Situation nicht aus eigener Erfahrung, aber ich möchte euch gerne Familienaufstellungen als Tipp mitgeben. Damit habe ich was unklare und starke Emotionen angeht (zwar nicht bei Kindern, aber ähnliche Situationen) schon echt abgefahrene Erfahrungen gemacht, wie sie sich recht schnell und unkompliziert lösen lassen - vielleicht bringt euch das ja weiter. Ich kenne z.B. einen bei München (Praxis Günter Schricker), falls ihr da in der Nähe wohnt, aber geben tut es das häufig. Ansonsten schicke ich euch ganz viel Kraft, Entspannung und gute Gedanken! Wenn du magst, kannst du mich auch gerne für weitere Infos kontaktieren.

Gundula
Antworten 24. Mai 2019

Hallo! Ich kenne das sehr gut von meinen Kindern. Habt ihr euer Kind mal auf Autismus testen lassen? Wir hatten zum Glück einen Kinderarzt mit einem guten Auge für solche Dinge, das trifft aber leider nicht auf alle Kinderärzte zu. Gerade bei Mädchen passen die Diagnosekriterien auf den ersten Blick oft nicht richtig. Alles Gute und viel Kraft!

Kritikerin
Antworten 24. Mai 2019

Irgendwie passt das Titelbild nicht. Warum ein Mädchen, das aussieht wie aus einem Drittweltland?

    Béa Beste
    Antworten 24. Mai 2019

    Siehst du, so können die Assosziationen verschieden sein. Mich hat das Mädchen an meine eigenen Tochter erinnert, wenn sie hangry und genervt vom Spielplatz war...
    Liebe Grüße, Béa

Danielle
Antworten 24. Mai 2019

Ich fürchte, dass das große Kind extrem mit der nachgeburtlichen Geschwisterkrise zu kämpfen hat, deren Auswirkungen erst später auftraten und daher nicht mehr in Zusammenhang damit gebracht werden.

Ja! Es ist ein Teufelskreis, weil das Kind die Ablehnung spürt und sich in Folge immer schlechter benimmt, weil es in immer größere Not gerät, weil es zu wenig Aufmerksamkeit bekommt (und immer wieder zusehen muss, wie das Geschwisterchen damit ohne Anstrengung überhäuft wird).

Liebe Mama, Du kannst wieder anfangen, Dein Kind zu mögen, es ist nicht zu spät! Ihr müsst jedoch ganz intensiv die Vergangenheit aufarbeiten und viel Zeit aufbringen. Aber ihr könnt es schaffen, zu einer tollen Familie zusammen zu wachsen! Aber das liegt ausschließlich in Euren Händen - ihr als Erwachsene müsst dringend tätig werden.

Ich wünsche Euch von Herzen Kraft und Geduld!
Liebe Grüße
Danielle

    Lola
    Antworten 28. November 2019

    Ich muss dir erstmal ganz großen Respekt aussprechen, dass du es so gut aushältst. Und hier ist nicht deine Antipathie deinem Kind gegenüber das Problem, sonder sie ist erst daraus entstanden. Ich habe selber ein mittlerweile fast 17 jährige Tochter und solche Antworten die „einen Thronstoss“ durch das zweite Kind betreffen oder „Ablehnung ist die Ursache“ sind für dich wenig hilfreich. Ich selber habe eine fast siebzehnjährige Tochter, die deren Verhalte ich auch nicht mag, aber ich liebe meine Tochter. Meine Tochter zeigte immer schon fast ein asoziales Verhalten, Regeln und Grenzen existieren nicht. Uns hat damals eine Pädaudiologin eine AVWS bescheinigt, was mich erleichtert hat. Aber die Erziehung ist bis heute furchtbar anstrengend. Einfacher wurde es nur durch das Älterwerden und die Selbstständigkeit des Kindes, so das die peinlichen Momente weniger wurden. Aber dann kam die Pubertät und alles ging schlimmer denn je weiter bis heute. Ich habe drei Kinder und alle sind sehr unterschiedlich, die anderen beiden sind viel einfacher zu lenken. Das zeigt, dass schwierige Kinder auch mit einem
    Schwierigen Naturell ausgestattet sein können und wir Eltern daran nicht viel erziehen können.
    Ich hoffe für dich, dass ihr demKind einen Namen geben könnt und ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen!

Ulrike
Antworten 24. Mai 2019

Hallo!
...ein weiterer Gedanke könnte sein, dass eure Tochter eine hohe Grundspannung im Nacken hat, die aus Schwangerschaft und/oder Geburt stammen kann. Diese Spannungen werden am Anfang als Schmerz gemeldet (Brüllen des Säuglings),aber später nicht mehr. Dann kann man nur aus dem Verhalten und ggf aus Körperhaltungen auf die Spannungszüge schließen. Hier könnte es sich lohnen einen Osteopathen und ggf auch einen Homöopathen hinzuzuziehen. Auch Shiatsu kann sehr entlastend wirken.
Falls eure Tochter sich erstmal nicht selbst hinlegen mag, lasst sie einfach zuschauen, wenn du oder dein Mann sich behandeln lassen. Das lädt sie dann quasi ein, es als Möglichkeit zu wählen. Kann auch einfach nur gut für euch sein, damit ihr mal Raum für Entlastung habt und mal wieder zum Durchatmen kommt.
Falls du Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren.

Viele Grüße

Ulrike

(Hebamme, Shiatsu-Praktikerin)

Tine
Antworten 24. Mai 2019

Liebe verzweifelte Mama, ich kann dich so gut verstehen! Auch ich kenne solche Gefühle. Ich glaube das Wichtigste ist, sich nicht selbst anzuklagen. Ich glaube man kann jeden nahe stehenden Menschen (Partner, Kinder, sich selbst) auch mal nicht leiden! Und es ist ja auch verständlich dass du ihr Verhalten auch ablehnst. Tipps hab ich nicht wirklich. Habe selbst manchmal mit unserem Wüterich zu kämpfen. Ich habe neulich von einer Methode gehört, die „Mate MEO“ heißt. Sie hilft wohl die ganze Situation (Eltern mit Kind) besser zu reflektieren. Aber ihr kommt mir schon sehr reflektiert vor. Wie schade dass eure Freunde euch im Stich gelassen haben. Ich habe das Gefühl dass ihr weniger am Kind was machen müsst, als an euch selbst denken. Schon mal an eine Therapie für dich selbst gedacht? Um dich nicht immer für deine eigenen Gefühle zu geißeln? Fühle dich gedrückt von einer verständnisvollen mama of three (und jedes der drei ist anders! Mal mag ich das eine mehr, mal das andere. Aber Lieben zu ich sie alle!)

Anna
Antworten 24. Mai 2019

Hallo liebe Mama,
Kompliment, dass ihr bisher so ruhig geblieben seid.
Es erinnert mich ein wenig an meine Tochter.
Ich lasse dir mal ein paar Gedanken dazu da, vielleicht hilft es:
- versuche deine / eure Grenzen zu schützen und lasst euch nicht alles gefallen.
- Vielleicht mehr Selbstständigkeit, ein neues Hobby, eine neue Aufgabe für deine Tochter
- Nimm es dir nicht zu sehr zu Herzen. Lass sie innerhalb ihres Rahmens. machen. Es wird besser werden. Hab Vertrauen.
- Setze den Fokus aufs Positive. Erwische sie beim Gut sein und lobe dafür.
- Abends die drei schönsten Sachen des Tages abfragen, aus ihrer und deiner Sicht. Schult den Blick aufs Positive und Empathie für dich.
- Kein Geschwistervergleich. Dass die kleine Schwester sich komplett anders verhält wird der Großen zusätzlich Feuer geben.
- Sucht euch Karftquellen
Ich wünsche euch alles Gute. Wir sich auch noch am Experimentieren.
Liebe Grüße
Anna

Marlis
Antworten 24. Mai 2019

Hallo liebe Mama , ich weiß das hört sich bissel schorf an aber wenn deine kleine mal wieder Hörner wachsen lass sie doch einfach mal links liegen. Erfahrungshalber hat es kein Sinn bei zu bleiben wenn sie sauer sind . Lass sie sich beruhigen und denn geh erneut auf sie ein frag warum sie wüten ist und wie du sie helfen kannst. Aber mach ihr keine vorführfe das sie was kaputt gemacht hat . Und macht dein Kind Sport? Versuche mal eine Sportart und eine eventuelle Reittehrapie .Viele Liebe Grüße

Julia
Antworten 25. Mai 2019

Vieles von dem Beschriebenen erinnert mich an meine eigenen Töchter: sie sind wie ein Vulkan, der geringste Anlass reicht, um sie ausflippen zu lassen. Umgekehrt können sie auch völlig übersprudeln vor Freude - himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, aber dazwischen gibt es wenig. Sie haben viel Energie und schlafen schlecht/wenig. Sie brauchen gaaanz viel Mama-Aufmerksamkeit, es scheint nie genug. Falls das auf deine Tochter zutrifft: dein Kind ist völlig normal, sie ist nur "mehr", besonders temperamentvoll, mit viel Durchsetzungsvermögen, aber (noch) gering ausgeprägter Reizschwelle. Schau dir mal Nora Imlaus Buch "So viel Freude, so viel Wut" an, oder "Wie anstrengende Kinder zu großartigen Erwachsenen werden" von Mary Sheedy Kurcinka.
LG, Julia

elina1994
Antworten 5. Dezember 2019

Erinnert mich an meine eigene Mutter. Sie war immer der Meinung ich wäre ein unmögliches und schwieriges Kind.
Ich kann mich jedoch erinnern dass sie mich nie richtig verstanden hat. Und immer betont wie lieb und ruhig meine kleine Schwester doch ist, dadurch hab ich mich ständig abgewertet gefühlt.

Sie hat mich ständig irgendwo durchchecken lassen und darüber gerätselt was mit mir wohl nicht stimmt. Dadurch habe ich mich selber immer als anders als die anderen und nicht geliebt gefühlt.
In Wirklichkeit war meine Mutter in ihrer eigenen Welt und hat nie wirklich verstanden wie sie mit mir umgehen soll und wie meine Persönlichkeit ist. Dadurch dass ich anscheinend bereits als Baby so schwierig war, hat sie sich nie richtig liebevoll zu mir verhalten sondern nur an mir herumgemäkelt.
Irgendwann habe ich angefangen bei jeder Kleinigkeit laut zu schreien aus Protest. Meistens hab ich dann noch mehr Ärger bekommen, obwohl ich mich eigentlich nur vernachlässigt gefühlt habe und nicht richtig wahrgenommen. Sie wusste meistens garnicht was in mir vorging und hat sich auch nie die Mühe gemacht eine richtige Beziehung zu mir aufzubauen. Es war viel leichter die Schuld auf mich zu schieben selbst im Grundschulalter.
Ich konnte sie nicht mehr ernst nehmen da sie mir immer hilflos vorkam sogar gegenüber mir einem kleinen Kind.

Ich mache mir nun viele Gedanken ob ich selber Kinder will, da ich Angst habe mein Kind nicht zu mögen. Da ich nie diese vollkommene Liebe in meiner eigenen Kindheit bekommen habe.

Viele Situationen werden einem erst später richtig bewusst, und je älter ich werde desto mehr verstehe ich es lag nicht an mir sondern an meiner Mutter.

Meine Mutter war Grundschullehrerin und arbeitet jetzt im Kindergarten. Jetzt wo meine Schwester etwas älter ist und ich ausgezogen, ist sie auch nicht mehr das Lieblingskind.
Seit ich den Kontakt mit meiner Mutter eingeschränkt habe geht es mir besser und sie viel netter als früher zu mir. Plötzlich behandelt sie mich besser als meine Schwester, die damals deutlich spürbar ihr Lieblingskind war und nun meine Rolle eingenommen hat.

Ich habe viele Bücher gelesen und denke nun es liegt an ihren eigenen inneren Konflikten, die sie nicht lösen konnte. Und womöglich hat sie etwas von meinem Vater in mir gesehen oder ihr hat nicht gepasst dass er immer auf meiner Seite stand.
Das Verhältnis zu meinem Vater hat sie zerstört indem meine Mutter immer wieder erzählt hat wie schlecht ich bin und die Sachen nur aus ihrer Sicht dargestellt.
Ich bin froh kein Kontakt mehr zu ihr zu haben und rate jedem mit ähnlichen Problemen den Sachen auf den Grund zu gehen. Nach Gemeinsamkeiten mit der Tochter suchen und mit ihr alleine Zeit verbringen, nicht nur wenn die Schwester dabei ist. Ihr ein positives Selbstbild vermitteln. Kinder merken sowas immer und verhalten sich nie ohne Grund auffällig.

Probleme in der Schule und deuten vielleicht darauf hin, dass das Mädchen nicht gelernt hat wie es ist für seine Persönlichkeit gemocht zu werden und daher auch Schwierigkeiten hat Freunde zu finden.

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