Kreatives Kochen mit Kindern von Anfang an


Und Hier sind die Tipps von Beke von Kochzauber:

Bereits Kleinkinder sollten so früh wie möglich beim Zubereiten der Speisen, beim Decken des Tisches und anschließendem Aufräumen wie selbstverständlich mit eingebunden werden. Je früher Kinder an das Thema gesunde Ernährung bzw. Kochen mit frischen, saisonalen Lebensmitteln herangeführt werden, desto größer ist die Chance, dass sie sich lebenslang gesund und ausgewogen ernähren und Fertigprodukte im Regal stehen lassen.

Denn wenn Kinder von klein auf ohne künstliche Geschmacksverstärker ernährt werden, kann sich das natürliche Geschmacksempfinden entwickeln und Kinder können dann beispielsweise zwischen echter Bourbon-Vanille und künstlichem Vanillin unterscheiden und favorisieren die natürliche Variante. Leider funktioniert dieser Mechanismus auch umgekehrt, so dass Kinder beispielsweise eine Tomatensoße, die nicht mit Glutamat versetzt ist, als langweilig bzw. geschmacklos empfinden oder zum Beispiel einen Joghurt mit künstlichem Himbeer-Aroma einem Quark mit frischen, pürierten Beeren vorziehen. Eltern und ältere Geschwister nehmen hier eine klare Vorbildfunktion ein.

Erwachsene sollten darauf achten, dass Kinder humorvoll und altersgerecht an Themen wie Gemüse schälen, umweltbasierte Aspekte wie Müll-Trennung und genussvolles bzw. bewusstes Essen heran geführt werden. Bereits Kinder ab ca. zwei Jahren können kreativ in den Zubereitungsprozess mit eingebunden werden und die Erfahrung zeigt, dass sie es auch wollen. Häufig scheitert es eher daran, dass die Eltern nicht die nötige Gelassenheit mitbringen, denn beim Kochen mit Kindern geht es nicht immer ordentlich bzw. ohne kleinere Missgeschicke zu. Wenn die Küche während bzw. nach dem gemeinsamen Kochen wie ein kleines Schlachtfeld aussehen sollte, versuchen Sie entspannt zu bleiben und im Anschluss mit den kleinen Kochzauberern gemeinsam aufzuräumen. Es würde den Spaß und die Kreativität während des Zubereitens und Kochens störend, wenn Erwachsene jeden Gemüseschnipsel gestresst vom Boden sammeln und die Kinder zur Vorsicht ermahnen würden. Der Spaß soll auf jeden Fall im Vordergrund stehen und Kinder müssen den Umgang mit Lebensmittel in Ruhe erlernen. Halten Sie Küchenpapier bereit, sodass die kleinen Köche eine verschüttete Flüssigkeit selbst aufwischen können.

Bereits Kleinkinder können frische Kräuter, zum Beispiel Basilikum zupfen, die Zutaten für einen Salatdressing in die Schüssel geben und verrühren. Auch weiche Lebensmittel wie zum Beispiel Feta, Bananen, Tofu usw. können kleine Kinder mit einem ungefährlichen Messer, beispielsweise einer Plastikklinge, schneiden. Und die meisten Kinder lieben es, mit ihren Händen einen Teig zu kneten. Auch Champignons können bereits von kleinen Köchen mit einem Küchenpapier gesäubert werden. Ältere Kinder ab dem Grundschulalter können nach einer kindgerechten Einführung in die Risiken der Küche (siehe unten) auch mit einem scharfen Messer härtere Gemüsesorten schneiden.

Zum Schälen von Obst und Gemüse eignen sich insbesondere nährstoffschonende Sparschäler, die auch den meisten Kindern leicht von der Hand gehen. Das Phänomen, dass Kinder verschiedene Gemüsesorten ablehnen, ist vielen Eltern bekannt. Werden Kinder jedoch in den Zubereitungsprozess mit eingebunden, steigt die Chance, dass sie das fertige Gericht auch probieren. Wenn neue Geschmacksnuancen zunächst abgelehnt werden, sollten Eltern nach einer gewissen Zeit erneut versuchen, das spezielle Gemüse wieder anzubieten. Lassen Sie die Kinder beim Zubereiten auch immer wieder probieren. Eine Möhre wird gleich viel interessanter, wenn sie in Scheiben oder Halbmonde geschnitten wird und die Erfahrung zeigt, dass selbst Gemüsemuffel buntes, selber klein geschnittenes Gemüse unbedingt probieren wollen.

Und noch ein kleiner Tipp, wenn Kinder außer Tomatensoße zur beliebten Pasta sämtliches Gemüse ablehnen: braten oder dünsten sie gewürfeltes Gemüse wie Zwiebel, Möhre oder Paprika, pürieren sie es anschließend und rühren es unter die fertige Tomatensoße. So gesund verpackt lehnen viele Kinder das Gemüse nicht mehr ab und werden an die Geschmacksvielfalt gewöhnt. Und gleichzeitig werden die Kleinen mit allen wichtigen Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt. Als Einleitung in die spannende Kochwelt, sollten Küchengefahren vorab kindgerecht erklärt werden. Zeigen Sie den kleinen Nachwuchsköchen, wo Gefahren in der Küche (z. B. kochendes Wasser) lauern und lassen Sie die Kleinen nicht unbeaufsichtigt am heißen Herd oder mit einem Messer zurück. Zeigen Sie vorab, wie man die Finger beim Schneiden schützt und sorgen Sie für eine rutschfreie Schnittfläche, indem Sie in feuchtes Küchentuch unter das Schneidebrett legen. Griffe von heißen Töpfen und Pfannen sollten immer zur Wand hin zeigen, damit sie außerhalb der Griffweite von Kindern sind. Und wenn sich ein Kind doch einmal schneiden sollte, haben Sie Pflaster mit bunten Motiven wie Krabbelkäfern, Blumen und Co. parat, so dass der kleine Küchenunfall schnell in Vergessenheit gerät. Bevor Sie endlich eifrig mit dem Schnippeln, Rühren und Kochen loslegen, setzen Sie sich gemeinsam an den Küchentisch und erklären, was sie heute Kulinarisches zaubern wollen. Gehen Sie auch darauf ein, wo das Gemüse herkommt und warum es im Winter zum Beispiel weniger Sorten gibt, als in der wärmeren Jahreszeit. Und dann kann, natürlich mit gewaschenen Händen, losgelegt werden. In puncto Optik lieben Kinder bunte Farben, mundgerechte Formen wie beispielswiese Hirsebällchen, die gerne auch mit den Händen gegessen werden können, und lustige Namen bzw. Kreationen wie „Ampel-Gemüse“ (gelbe, rote und grüne Paprika). Und auch Suppenkasper kommen ganz auf ihren Geschmack: Aus einer langweilig klingenden Gemüsesuppe wird eine „Kunterbunte Suppe mit Gemüse-Konfetti“ und Fisch wird aufgespießt mit Cherry-Tomaten und gelber Paprika zum leckeren „Piraten-Spieß“. Um den Spaßfaktor zu erhöhen, wählen Sie kindgerechtes Geschirr, um Scherben zu verhindern am besten aus Plastik, farbenfrohe Schneidebretter und leichte und umweltgerechte Küchenutensilien aus Holz wie Kochlöffel und Co. Kaufen Sie bunte Schürzen, die im Idealfall kochfest sein sollten, denn spaßvolles Kochen mit Kindern läuft selten ohne hartnäckige Flecken von Tomatensoße und Co. ab.

Beim Auffüllen der Speisen sollten Kinder sich übrigens selbst aufnehmen bzw. Erwachsene keine Menge vorgeben. Denn Kinder sollen ein gesundes Sättigungsempfinden auf natürliche Weise entwickeln. Natürlich macht es Sinn, dass sich die Nachwuchsköche zunächst eine kleine Menge aufnehmen und sich dann später eine weitere Portion nachnehmen können. Wichtig ist es darüber hinaus, Kinder zum Probieren neuer Speisen zu animieren, aber keinesfalls zu zwingen, etwas aufzuessen, was sie nicht mögen. Und Rituale wie ein Tischspruch, der das gemeinsame Essen einleitet sowie eine dekorative Gestaltung des Esstisches, runden eine angenehme Atmosphäre im Anschluss an den gemeinsamen Kochspaß würdevoll ab.

Béa Beste
About me

Schulgründerin, Mutter, ewiges Kind. Glaubt, dass Kreativität die wichtigsten Fähigkeit des 21. Jahrhunderts ist und setzt sich für mehr Heiterkeit beim Lernen, Leben und Erziehen ein. Liebt Kochen, reisen und DIY und ist immer stets dabei, irgendeine verrückte Idee auszuprobieren, meist mit Kindern zusammen.

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