Kinder im Flugzeug – erprobte Tipps von Yvonne


Die Zeit mit Kindern im Flugzeug kann mitunter anstrengend werden. Ich habe heute meine erprobten Tipps für euch zusammengestellt, mit der ich schon einige Flüge recht gut gemeistert habe. Welche das sind, erzähle ich euch jetzt:

Die richtige Flugzeit

Im besten Fall ist das Kind/ sind die Kids müde und passend zur Tageszeit steht ein Schläfchen an. Dann ist das Timing perfekt und Mami und Papi können sich auch etwas Ruhe gönnen. Denn was gibt es Entspannteres, als mit dem Mini schnarchig zu kuscheln?

Der Flug innerhalb der gleichen Zeitzone mag da nicht viel am gewohnten Tagesablauf ändern, aber ein Flug raus aus unserer gewohnten Zeitzone bedeutet immer etwas mehr Organisation. Wir haben die Kids immer bereits die Tage vor dem Flug halbstundenweise umgestellt. Man sagt ja, dass Kinder ca. 14 Tage für die Gewöhnung in eine neue Zeit benötigen. Aber soviel Zeit haben wir ja nun einmal nur zur Umstellung der Sommer- und Winterzeiten. Auch die ersten Tage am Ankunftsort sollten etwas entspannter geplant werden. Insofern mit Kindern überhaupt zu planen ist. Ich rate euch, keine festen Termine auszumachen, an denen die Kids „funktionieren“ müssen. Lasst euch treiben, zusammen mit den Kleinen und erkundet die neue Welt. Meist ist das schon anstrengend genug, weil z.B. die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit gänzlich ungewohnt sind und den Kleinen recht stark aufs Gemüt schlagen können.

Der Sitzplatz

Es gibt Airlines (z.B. Air Berlin), bei denen sich Familien mit Kindern in die erste Reihe buchen  können. Ich bin aber überhaupt kein Freund von der ersten Reihe. Zum einen kann man in der ersten Reihe seine Beine nie bequem ausstrecken. Zum anderen ist genau hinter dem irgendwann zu gezogenen Vorhang die Kabinenküche. Da wird geklappert, gequatscht, vorbereitet. In den vorderen Reihen – nahe der Küche – hatte ich durch den hohen Lärmpegel bisher immer wenig Spaß mit den Kindern.

Persönlich finde ich den Fensterplatz für ein Kind am besten. Hier gibt es drei Seiten zum Entdecken und Bespielen. Und was ihr alles spielen könnt – dazu später mehr!

Ab dem zweiten Lebensjahr müssen alle Kinder sowieso einen eigenen Platz gebucht bekommen. Wer möchte hat aber bereits vor dem zweiten Geburtstag vom Mini die Möglichkeit, einen zusätzlichen Platz zu buchen.

Bei innerdeutschen Flügen mag das Thema „eigener Sitzplatz“ nicht so relevant sei. Aber sobald es weiter weg geht und gegebenenfalls noch über Nacht, ist ein zusätzlicher Sitzplatz immer besser.

Bei den Großen ist das Thema „Anschnallen“ kein Thema mehr – im Auto sind die Gurte ja auch ununterbrochen eingerastet.

Mehr zum Thema Rückhaltesysteme im Flugzeug gibt es hier.

Das Handgepäck

Unsere Familienflugregel lautet: Jeder, der einen Sitzplatz hat, muss auch einen Rucksack tragen. Das klappt bisweilen ganz gut. Die Großen haben je ein Buch, ihr Lieblingskuscheltier, ein Halstuch und ihre Kopfhörer in ihren Rucksäcken. Bei außereuropäischen Flügen auch mal ihre Zahnbürste, Zahnpasta und Kuschelsocken.

Kinder im Flugzeug Kinderrucksack

Aber das wichtigste und für euch wahrscheinlich interessanteste Teil des Handgepäcks ist mein Rucksack. In meinen Rucksack (womit beide Hände frei sind) packe ich immer unterschiedliche Beutelchen.

Der für mich wichtigste Beutel ist mein Security-Check-Flüssigkeitsbeutel. Ich reise immer mit Nasenspray, einer kleinen Handdesinfektionstube und eine kleine Dose Creme.

Mein zweites Beutelchen beinhaltet – momentan – Windeln und Feuchttücher. Schnell griffbereit für den Notfall – zusammen mit einem kleinen Set Wechselwäsche. Je nach Flugdauer kann das auch mal die Zweitkuschelhose oder die Kuscheljacke sein.

Und dann kommt mein Überraschungs-/ Entertainmentbeutel. Hierin ist allerhand Unbekanntes für die Großen – aber vor allem für den Mini. Weil ich diesen Überraschungssack sooo überlebensnotwendig finde, widme ich mich ihm gleich in einem gesonderten Abschnitt.

Zum Schluss – und bisher immer für das kleinste Kind bei Flügen im Einsatz gewesen: die Babytrage. Wir sind riesen Fans vom Tragen und genießen noch immer jede Minute des Tragens. Wobei das unsere Knochen und Muskeln aktuell nicht mehr ganz so gewöhnt sind – aber das liegt ja nun an uns. Für die ganz Kleinen ist und bleibt das Tragetuch das Kuscheligste und Beste. Für die größeren Minis, die von all den Einflüssen so überwältigt sind, dass sie nicht zur Ruhe kommen, ist der Tragegurt das Optimale. Ob es der Manduca, der von uns präferierte ErgoBaby oder sonst eine Trage ist – das obliegt ganz euch. Aber vergesst die Trage nicht ins Handgepäck zu packen!

Der Überraschungssack

Das Wichtigste für einen einigermaßen abwechslungsreichen Flug ist dieser Sack! Hier kommen kleine Snacks (trockene – ist klar, sonst gehörten sie ja in den Flüssigkeitsbeutel), kleine Überraschungsspielzeuge hinein. Alle Kleinigkeiten habe ich nochmals in Zeitungspapier mit einem Gummi verpackt. So schinde ich nochmals Zeit und der Kleine kann seine Feinmotorik verbessern.

Kinder im Flugzeug Dinge

Hier mal eine kleine Auflistung der Dinge, die ich bei unserem letzten Flug dabei hatte:

Miniautos, Bagger, Flugzeug

Mittlerweile haben wir eine ganze Armada von kleinen Autos. Also greife ich mir das ein oder andere ein paar Wochen vorher und verstecke dieses. Denn neue Spielsachen werden bei uns jetzt nur noch im aller größten Ausnahmefall gekauft! Dennoch gibt es das ein oder andere, womit ich meine Kids immer wieder überraschen kann.

Minibücher – Pixi

Wenn ich passende Bücher über den Urlaub, das Reisen entdecke, kaufe ich die immer schon im Voraus. Denn nichts ist unentspannter, als eine Mami, die in den letzten Tagen versuch, noch ein spezielles Buch zu besorgen. So eine Reise ist ja schließlich von langer Hand geplant und mit Kindern schon überhaupt nichts Kurzfristiges mehr.

Wieso? Weshalb? Warum? Der Flughafen

Eigentlich kannte jedes unserer Kinder dieses Buch bereits, weil wir immer anstehende Flüge – zumindest mit den Kleinsten – vorbereiten. So wusste unsere Große ganz genau was ein Pusher ist und hat bei ihrem ersten Flug die komplette Besatzung zum Schmunzeln gebracht, weil sie allen erzählte, dass sie gerade den schwarz-gelben Pusher gesehen hat..

Dennoch packe ich aus Spaß dieses Buch am Vorabend immer noch einmal alt bewährt ein, umso größer ist dann die Überraschung, dass das lieb gewonnene Buch nun doch an Bord ist.

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Gelklebebilder – meine Entdeckung des Sommers!

Diese Gelklebebilder habe ich in den vergangenen Monaten erst entdeckt. Einmal aufgerissen, vertreiben diese Dinger recht schnell Langeweile und die lieben Kleinen können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Auch die Stewardessen waren immer sehr angetan von dieser Beschäftigung. Weil die Gelklebebilder fast 100%-ig rückstandslos zu entfernen gehen. Nicht, wie Gelmaler oder andere Sifte, recht schwierig und langwierig für die kommenden Fluggäste zu entfernen sind.

Meine Frösche gibt es aktuell nicht mehr unter Prime – aber diese Wale sind mindestens genauso toll:

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Minipad

Die Großen freuen sich auf jeden Flug, weil Papi eine ganze Reihe Filme auf sein iPad geladen hat. So sind sie eine ganze Weile mit „glotzen“ beschäftigt – vorausgesetzt das Entertainmentprogramm der Fluggesellschaft ist nicht interessant genug – was bei innereuropäischen Flügen ja vorkommen kann. Womit vertreibt sich aber der Mini die Zeit? Beim Spielnachmittag von seiner Kumpeline habe ich letztlich dieses Pad… entdeckt und dachte mir gleich: das wäre etwas für den anstehenden Flug. Und siehe da – dieses Pad versüßte uns nicht nur den Flug, auch die Großen malen jetzt immer noch auf ihm herum und benutzen das Pad für das Schreiben kleiner Nachrichten aneinander.

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Wenn der Magen ruft

Snacks auf kürzeren Flügen oder lecker Mahlzeiten auf Langstrecken gibt es ja immer – aber unter Umständen haben die kleinen Fluggäste ja zwischendurch noch Appetit auf Bekanntes oder waren vom Entertainmentprogramm zu sehr abgelenkt, dass schwupps das Essen schon wieder weggeräumt wurde. Denn die Eindrücke rings herum in so einem Flugzeug sind schon enorm! Also habe ich immer noch eine Ladung bekannte Schleckereien, die nicht zu sehr krümeln und kleben dabei.

Trockenfrüchte und Trockenbeeren (Rosinen, Granberries) – für die Größeren Nüsse oder Mandeln, Kaugummis, Bonbons, Kaubonbons – all das macht meine Gang immer wieder glücklich.

Und wenn der Mini schreit?

Nun – es gibt Druckunterschiede, mit denen selbst wir Erwachsene zu kämpfen haben. Wie geht es da so einem kleinen Purzel? Alles ist laut, ungewohnt – irgendwie total blöd! Und wenn dann noch so eine Madame in der hinteren Sitzreihe denkt, sie wüsste alles besser… und anfängt stressige Ratschläge zu verteilen… Autsch. Für mich als Mutter hilft nur: Augen zu und durch!

Was habe ich schon Stunden im ErgoBaby vor der Flugzeugtoilette immer schön schunkelnd verbracht. Wenn das alles nichts mehr nützt und zum hinsetzen zur Landung aufgefordert wird… denke ich mir nur: „Du hast es gleich geschafft!“ Und wenn Tränen rollen wollen, weil ich komplett fertig und durchgeschwitzt bist, sage ich mir: „Lass sie rollen! Was raus muss, muss raus! Aber sei dir sicher, dein Mini hat dich immer lieb und lass die anderen denken, was sie wollen!“

Das war eine kleine Auflistung meiner Übelerlebenstricks mit Kids – alle erprobt und zur Wiederverwendung im Kopf gespeichert.

Ich wünsche euch einigermaßen entspannte Reisen!

Eure Yvonne

P.S. Übrigens, bei Frau Mutter gibt ein Pilot, der auch Papa ist, Tipps!

Und bei Ergo Direkt haben wir auch echt gute und sinnvolle Tipps gefunden – auch, was Reisedokumente anbelangt! 

Yvonne Petzke
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4 Kommentare

Ina & Oliver
Antworten 4. August 2016

Vielen Dank für diesen tollen Artikel, bei uns steht bald eine Flugreise an und wir werden die Vorschläge beherzigen.

    beabeste
    Antworten 5. August 2016

    Ganz viel Spaß auf der Reise, Ihr Lieben! Und falls sich neue Situationen ergeben, bitte zurückspielen, wir machen auch weitere Ausgaben!
    Liebe Grüße, Béa

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